Was hat das Schlagzeug, was andere Instrumente nicht haben?

Francesco Gasparini: Man kann beim Trommeln so schön Dampf ablassen!
Alexis Amitirigala: Die Trommel ist die Urmutter aller Instrumente. Kommunikationsmittel. Tanzmotor. Boxsack. Ritalin. Ritualwerkzeug. Heilanstalt. Zen-Kloster. Ort der Ruhe.
Zeno D’Aulerio: Schlagzeug im Allgemeinen erweckt Urkräfte, die tief in einem drin lauern, die nur allein durch das Spielen dieses Instruments zum Vorschein kommen.
Matthias Kräutli: Es sieht einfach verdammt cool aus!
Maxime Paratte: Man kann sich auch mal schön den Frust vom Leib spielen.
Peter Haas: Einen Haufen Teile!


Peter Haas – Drumsolo

Wie hast du Schlagzeug spielen gelernt?

Seraphim von Werra: Ich habe mir als dreijähriger Knirps ein Schlagzeug von meinen Eltern gewünscht und dieses, zum erstaunen aller Verwandten, auf meinen vierten Geburtstag bekommen. Seit diesem Tag begleitet mich das Instrument durchs Leben.
Alexis Amitirigala: Zuerst auf Kissen zu Elvis’ “Live in Memphis”, dann auf Farbtöpfen zu Strypers “Soldiers Under Command”. Vor meinem ersten Konzert hatte ich eine Woche Zeit, mich an ein richtiges Schlagzeug zu gewöhnen. Das Training als Marschtrommler hat dabei wohl geholfen.
Francesco Gasparini: Ich habe als Zwölfjähriger im TV gesehen, dass Schlagzeuger irgendwie die Arme gekreuzt halten, und habe so zu „Owner of a Lonely Heart“ von Yes auf meinen Knien rumgehauen. Nach einer kurzen Waschmitteltrommel- und Pfannenphase durfte ich dann ein Occasionsset kaufen und verliess am ersten Tag den Keller nicht mehr, bis ich den Song drauf hatte.
Siro Müller: Als ich fünf war, bastelte ich mir mit den Kochpfannen meiner Mutter mein eigenes Schlagzeug. Irgendwann hielten das meine Eltern nicht mehr aus und kauften mir ein richtiges Schlagzeug. Ich nahm Unterricht und spielte von Anfang an in Bands.
Chrigel Bosshard:  Ich hab auf einem sogenannten Küchenset angefangen. Den ganzen Küchenschrank ausräumen, all die Töpfe und Pfannen schön arrangieren, den Güselkübel dazu nehmen als Bassdrum – UND nicht zu vergessen: die Klingel an meinem Dreirad. Und dann zwei Chinesen-Stäbchen nehmen und los!


Matthias Kräutli – Drumsolo zu „Pirates of the Carribbean“

Welche persönliche Eigenschaft hat dir beim Üben am meisten geholfen?

Francesco Gasparini: Durchhaltewillen und der Umstand, dass ich praktisch ab dem ersten Tag in einer Band spielte. So wusste ich immer, wofür ich übte.
Alexis Amitirigala: Spass haben und immer mal wieder „Gring abe und dure“.
Matthias Kräutli: Offen zu sein für alle Stilrichtungen.
Maxime Paratte: Ziele und Träume vor Augen zu haben. Die gaben mir oft den nötigen Antrieb.
Chrigel Bosshard: Meine Beharrlichkeit und Disziplin.
Siro Müller: Kompromisslosigkeit
Zeno D’Aulerio: Die Kreativität. Sie erlaubt es mir Übungen und Spielweisen immer wieder anders zu interpretieren und zu spielen, so dass das Üben selten langweilig wird.
Peter Haas: Beharrlichkeit und Beharrlichkeit!


Alexis „Singha Dee“ Amitirigala mit Dee Day Dub

Willst du auch Schlagzeugunterricht nehmen? Hier kannst du eine Lehrperson auswählen und eine Probelektion besuchen.